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Rennbericht  IGK  Most (CZ) vom 06. bis 08. Sep. 2019

Meisterschaftslauf Lauf 9 und 10

Endlich war sie vorbei, die Sommerpause der IGK. War gefühlt schon ganz schön lang, viel länger wie die der Moto GP, aber man braucht ja auch mal Urlaub von dem ganzen Rennstreckenstress. Also hieß es auf ins tschechische Most. Für das anstehende Wochenende war durchwachsenes Wetter prognostiziert. Viele reisten schon am Donnerstag an, der ein oder andere Nachzügler gesellte sich am Freitagvormittag dazu. Platz im Fahrerlager gab es genug.

Schnell die Anmeldung bei Nadine erledigen, Quartier aufbauen und Moped vorbereiten, und dann … das Übliche, erstmal kucken wer wo steht und auf einen Hopfensaft oder zwei quatschen gehen, für die die am Donnerstag schon anreisten.

Der Freitag fing gut an, wettertechnisch betrachtet. Einige hatten sich bereits bei Bike Promotion zusätzliche Fahrzeit fürs Einrollen gebucht. Dazu gehörten die noch in der Meisterschaft um den Sieg kämpfenden 250er Piloten der GP-Klasse, Andreas Götti, Othmar Atzmüller und Robert Dehner und Team Ronax testete diverse Fahrwerksmodifikationen und wer nicht fuhr, stand am Zaun und schaute sich die Konkurrenz an bis es dann endlich für alle, um 14:20 Uhr ins Freie Training ging. Vorher hieß es natürlich noch technische Abnahme erledigen. Diese führten Peter unser 2.Vorsitzender und Thomas Wöhleke reibungslos durch. Vielen Dank den beiden dafür.

Mit Noel Willemsen #177 und Loris Schönrock #149 begrüßten wir zwei neue Piloten aus dem Nachwuchsteam von Frank Koch. Die beiden traten mit Moto3- Maschinen an und hatten ein klares Ziel vor Augen. Frank meinte „Mal schauen, wir fahren schon um den Sieg, wenn alles klappt, die Jungs sind schnell“.  Ob es so kam, wir schauen?

Schnell stellte sich heraus, dass die Gripbedingungen nicht die allerbesten waren, was wohl an der Veranstaltung des vorherigen Wochenendes lag. Der Truck-GP hinterließ viel rutschigen Gummi auf der Strecke. Dennoch verlief das FT unspektakulär, nur Thomas Wöhleke stürzte in der Schikane nach Start/Ziel. Und der angekündigte Moto3- Nachwuchs Noel W. setzte gleich als Zweitschnellster ein erstes Ausrufezeichen, hinter Ron Schönfelder und vor Andreas Götti.

Im 1. Qualifying, das 17:20 Uhr startete galt es gleich für einen guten Startplatz ordentlich am Kabel zu ziehen und nicht auf das 2. Quali zu spekulieren, denn für das und den folgenden Samstagvormittag zeigte das  Regenradar 100% Niederschlagswahrscheinlichkeit.

Nach dem 1. Quali hießen die Trainingsschnellsten in den einzelnen Klassen:
GP500       #1    Ron Schönfelder  mit 1:47,604 Min. auf Ronax500

GP250       #38  Robert Dehner mit 1:49,307 Min. auf Honda RS250

GP125       #122 Chris Meyer mit 1:53,564 Min. auf Honda RS125

SP250       #219 Christof Schäfer mit 1:55,064 Min. auf EMS Aprilia RS250

Moto3      #177 Noel Willemsen mit 1:50,128 Min. auf Honda NSF250R

Der Freitagabend bescherte uns dann  ab 19:00 Uhr noch die Fahrerbesprechung, geleitet von Peter, mit den üblichen Fakten und Themen rund um das Event und die anstehende Jahreshauptversammlung der IGK und leider auch einer für alle Teilnehmer wohl überraschenden Nachricht, dass dies die letzte Fahrerbesprechung sei,“ die ich (Peter) moderieren werde.  Im Klartext heißt das, dass ich nach  8 Jahren Vorstandsarbeit nicht mehr als Vorstand kandidiere“. Natürlich ist das sehr schade, aber zunächst mal  dankten wir alle Peter für seine Arbeit und seinen Einsatz für den Verein.

Wie prognostiziert fand das 2.Quali am Samstag ab 10:00 Uhr im Regen statt. Als Schnellster im Regen und zugleich Favorit auf den GP250- Titel  umrundete Robert Dehner in 2:06,044 Min. den Kurs. Das klingt zwar nicht schnell, in Anbetracht der überall stehenden Pfützen und jeder Menge Wasser auf der Strecke war es dies aber. Respekt.

Robert Dehner auf seiner GP Honda RS250

Schlussendlich konnte, wie schon vermutet, keiner seine Zeit vom Vortag verbessern, weshalb sich die Startaufstellung aus den Zeiten des 1.Zeittrainings ergab.

Gegen Mittag sollte es auflockern und die Strecke begann an abzutrocknen, trotz dass es hin und wieder leicht nieselte. Durch mehrere Unterbrechungen, u.a. durch Öl auf der Strecke verschob sich allerdings der Start für das Samstagrennen von 14 Uhr auf 14:30 Uhr. Einige überlegten, ob sie Regenreifen oder Slicks aufziehen sollten? Am Ende war es eine klare Sache. Nur Ron Schönfelder ging als einziger Slickbereift an den Start. Chris Meyer wählte die Variante; vorn Regen, hinten Slick. Beide Varianten sollten sich als Fehlentscheidungen erweisen, denn bereits in der Warm up-Lap  nieselte es stärker. Dennoch starteten beide das Rennen. Ron trug die Ronax sprichwörtlich um die Strecke, um dann direkt die Box anzusteuern, um auf Regenreifen umzurüsten und dem Feld hinterher zu fahren. Robert Dehner #38, der sich mit der richtigen Bereifung relativ schnell an die Spitze des Feldes setzte ging leider in der zweiten Runde Eingangs Start/Ziel zu Boden. Null Grip auf dem weißen Strich sagte er hinterher leicht angesäuert, wohl verärgert über den weggeschmissenen Sieg, der für die Meisterschaft  wichtig gewesen wäre. Den holte sich dann Andreas Götti  #44, ungefährdet vor Othmar Atzmüller #69  und Peter Schulte Wien #34.

A.Götti #44 vor O.Atzmüller #69 und R.Dehner #38

 

F.Piesner #35  vor P.Schulte Wien #34, W.-R.Becker #57, P.Christiani #32 und I.Hasneck #71

 

Internationales deutschsprachiges Podest mit Sieger A.Götti (Schweiz), Zweitplatzierter O.Atzmüller (Österreich), Dritter P.Schulte Wien /Deutschland)

Spannend wurde es dagegen in den Klassen Moto3 und SP250. Noel #177 legte gleich mal einen Frühstart hin und verschenkte so den sicheren Sieg, bedingt durch die ausgesprochene Zeitstrafe, an seinen Mitstreiter und Teamkollegen Loris #149.

Der Nachwuchs furchtlos auch im Regen, hier Willemsen vor Schönrock.

 

Mangels Konkurrenz, bzw. weil die nicht startete oder im Rennen ebenfalls zu Boden musste, gewannen Chris Meyer noch die GP125 und Ron Schönfelder die GP500 Klasse.

V.li. Noel Willemsen, Ron Schönfelder, Loris Schönrock, Chris Meyer

 

Die SP250 Klasse gewann Titelanwärter Markus Pekacar #213, mit viel Gefühl im Regen unterwegs, vor seinem ärgsten Widersacher Christof Schäfer #219 und Thomas Wöhleke #226.

Der Rennsonntag begann sehr zeitig, bereits um 9:00 Uhr mit einem sehr kurzen Warm up. Das Ganze bei nur 11°C Asphalttemperatur, dafür aber auf trockener Strecke. Nur die Hälfte der Fahrer nutzte diese Gelegenheit.

Um 10:20 Uhr hieß es dann schon „AMPEL AUS“ für unser 2. Rennen des Wochenendes. Auf trockener Strecke dominierte Ron mit der Ronax500 die erste Startwelle .

 

Dahinter kämpften die Piloten der GP250 Othmar Atzmüller und Andreas Götti. Robert Dehner folgte  mit Respektsabstand auf Platz 3.

 

Peter Schulte Wien #34 wiederum battelte sich Rundenlang mit Franko Piesner #35 Rad an Rad um Platz Vier und hatte erst in der letzten Runde die Nase vorn.  Ivo Hasneck #71 wurde Sechster. Uwe Bärwald #29 schied später mit Defekt aus.

 

Zwischenzeitlich lief Christof Schäfer aus der 2. Startwelle auf die beiden auf und kämpfte sich noch vor der Zielflagge an Franko vorbei.

 

 

An dieser Gruppe schon längst vorbei waren unsere  drei schnellen Moto3- Piloten Noel, Loris und Patrick, die ebenfalls für ordentlich Spannung sorgten.

Noel konnte sich zwar etwas absetzen, aber zwischen Loris und Patrick sollte es mit dem Zieleinlauf und nur 0,461 Sek. Vorsprung für Loris, richtig knapp werden. Obwohl Patrick Eckert #191 von den Dreien die schnellste Runde fuhr, reichte es am Schluss nur für Platz 3. Trotzdem toller Kampf und Beifall dafür. 

 

Die SP250 Klasse gewann, wie schon erwähnt Christof Schäfer #219 auf der EMS Aprilia RS250, vor Markus Pekacar auf seiner Suzuki RGV250. Den dritter Platz auf dem Podest sicherte sich erneut Thomas Wöhleke #226, auf seiner Aprilia RS250.

 

In der Klasse GP125 gewann erneut Chris Meyer #122. Auf Platz zwei folgte Peter Klaus #100 und auf drei Gerhard Wilshaus.

Bleibt allen Beteiligten ein Dankeschön zu sagen,  für die gute Organisation und das gelungene Wochenende.

Herzliche Grüße an alle fleissigen Leser, die den Rennbericht  zu Ende gelesen haben.

PS. Ich möchte mich bei den www.trackriders.eu ,speziell Roman Kadlčík für die zur Verfügung gestellten Fotos bedanken. Sollte noch jemand Bilder vom Event für sich suchen, so findet ihr diese unter folgendem LINK: http://www.trackriders.eu/photogallery/most-6-8-9-2019 . Es sind wirklich sehr schöne Fotos dabei.